UCNG · Content Transparency

Content needs context.

Digitale Inhalte entstehen heute auf unterschiedliche Weise: Menschen schreiben, Systeme unterstützen, Modelle generieren und Werkzeuge transformieren. UCNG schafft eine gemeinsame Sprache, mit der Inhalte ihren deklarierten Entstehungs- und Transformationskontext transparent machen können.

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Warum Content Kontext braucht

Das Ergebnis eines digitalen Inhalts zeigt häufig nicht, welche Menschen, Werkzeuge oder generativen Systeme an seiner Entstehung beteiligt waren. UCNG setzt deshalb nicht bei einer Bewertung des Inhalts an, sondern beim deklarierten Entstehungskontext.

Die Leitidee lautet: Content should declare how it was made. Eine Declaration soll denselben Kontext sowohl für Menschen als auch in strukturierter, maschinenlesbarer Form verfügbar machen.

UCNG ist bewusst plattform-, medien-, anbieter- und jurisdiktionsunabhängig gedacht. Text, Bild, Audio, Video, Code und multimodale Inhalte können nach derselben Grundidee beschrieben werden.

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Das UCNG Declaration System

UCNG beschreibt Rollen und Prozesse statt vermeintlich exakter KI-Prozentwerte. Eine vollständige Declaration kann mehrere Dimensionen verbinden.

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Regulatorischer Kontext: EU AI Act, Artikel 50

UCNG ist kein offizielles System der Europäischen Union und keine Compliance-Zertifizierung. Artikel 50 ist ein möglicher regulatorischer Kontext, in dem interoperable, sichtbare und maschinenlesbare Transparenzinformationen relevant sein können.

Oft freiwillige Transparenz

KI für Recherche, Struktur oder sprachliche Überarbeitung

Wird KI lediglich zur Rechercheunterstützung, Ideensammlung, Rechtschreibkorrektur oder als redaktionelles Werkzeug eingesetzt, folgt daraus nicht automatisch eine sichtbare Kennzeichnungspflicht für den gesamten Artikel. Eine freiwillige Angabe kann den tatsächlichen Arbeitsprozess dennoch nachvollziehbar machen.

Möglicherweise kennzeichnungspflichtig

KI-generierter Text zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse

Wird ein Text mit dem Zweck veröffentlicht, die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren, kann Artikel 50 Absatz 4 eine Offenlegung verlangen. Die Pflicht entfällt nach dem Verordnungstext, wenn eine substanzielle menschliche Prüfung oder redaktionelle Kontrolle stattgefunden hat und eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung trägt.

Einzelfallabhängig

KI-generierte Bilder und Titelbilder

Ein vollständig KI-generiertes Bild ist nicht automatisch ein Deepfake im rechtlichen Sinn. Stellt es jedoch Personen, Gegenstände, Orte oder Ereignisse so dar, dass es fälschlich authentisch erscheinen kann, kann eine Kennzeichnungspflicht bestehen. Auch außerhalb dieser Fälle ist eine freiwillige Bildkennzeichnung häufig sinnvoll.

Grundsätzlich offenlegen

Deepfake-Audio und -Video

KI-generierte oder manipulierte Audio-, Bild- oder Videoinhalte, die einen Deepfake darstellen, müssen grundsätzlich offengelegt werden. Bei erkennbar künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktionalen Werken darf die Offenlegung so gestaltet werden, dass sie die Darstellung oder Nutzung des Werkes nicht unangemessen beeinträchtigt.

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Declaration ist nicht Verification

Die UCNG Guidelines unterscheiden terminologisch zwischen einer abgegebenen Erklärung und einer zusätzlichen Prüfung. Diese Ebenen dürfen nicht synonym verwendet werden.

Declared

Eine Angabe wurde deklariert

Jemand hat Informationen zum Entstehungsprozess bereitgestellt. Das ist die Grundbedeutung einer UCNG Declaration.

Attested

Eine identifizierbare Stelle übernimmt Verantwortung

Attestation bedeutet mehr als eine bloße Declaration und muss als eigene Ebene kenntlich gemacht werden.

Verified

Bestimmte Angaben wurden überprüft

Verified darf nur verwendet werden, wenn konkrete Angaben technisch oder organisatorisch nach einem dokumentierten Verfahren geprüft wurden.

Nicht impliziert

Kein Wahrheits- oder Compliance-Siegel

Ein UCNG Badge bedeutet nicht automatisch true, safe, fact checked, copyright cleared, EU compliant oder certified.

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Wie diese Referenzimplementierung einzuordnen ist

Diese Anwendung setzt die UCNG-Idee praktisch um: Aus strukturierten Angaben entstehen eine menschenlesbare Declaration, ein kompaktes Badge und eine maschinenlesbare JSON-LD-Darstellung. Ein gemeinsamer Link kann die Angaben für einzelne Inhalte oder mehrere Content-Bestandteile zusammenführen.

Die aktuelle technische Schema-Version der Anwendung wird durch diese Textfassung nicht verändert. Deshalb werden keine neuen Datenklassen künstlich eingeführt. Die formale UCNG Specification und ihre Versionierung sollten – wie in den Guidelines vorgesehen – getrennt vom Branding und von dieser Referenzimplementierung weiterentwickelt werden.

  • Human-readable Declaration und Machine Layer aus denselben Angaben
  • Komponentenbezogene Angaben für Text, Bild, Recherche, Übersetzung, Audio, Video und Code
  • Kompaktes UCNG Badge als Einstieg in die ausführliche Declaration
  • Optionaler regulatorischer Kontext getrennt von der UCNG-Kernaussage
  • Keine automatische Verifikation, Zertifizierung, Wahrheitsbewertung oder Feststellung rechtlicher Compliance

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Regulatorischer Kontext: offizielle EU-Quellen

Die folgenden Quellen gehören zum optionalen EU-AI-Act-Kontext dieser Anwendung. Sie definieren UCNG nicht und machen UCNG nicht zu einem offiziellen System der Europäischen Union.

Declare how content was made.

Erstelle eine UCNG Declaration und mache den angegebenen Entstehungskontext für Menschen und Maschinen lesbar.

Declaration erstellen